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Was ist Miscanthus?


Bild "Miscanthus:576px-Miscanthus_floridulus_-_J._C._Raulston_Arboretum_-_DSC06206.JPG"Das Riesen-Chinaschilf ist eine unglaublich robuste und schnellwachsende Pflanze aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Bis zu einer Höhe von zwei bis vier Metern streckt sich dieser mehrjährige Schnellstarter unter den Gräsern innerhalb kürzester Zeit! Dabei können Bestände bis zu 30 Jahren geerntet werden. Die Pflanzen bilden ein horizontal wachsendes, kurzes Rhizom aus. Das daran ansetzende Wurzelwerk dringt dabei, abhängig natürlich von der Beschaffenheit des Bodens, bis in eine Tiefe von 250 cm vor.

Herausragendes Merkmal ist seine fantastisch wirkungsvolle Form der Photosynthese, die unter entsprechenden Klimabedingungen zu herausragender Biomasseleistung führt. Dabei werden pro Megajoule absorbierter Sonnenstrahlung bis zu 2,5 g Biomasse gebildet. Das stellt Miscanthus x gigantheus in eine Reihe mit Mais und Zuckerrohr!

Die günstigen Eigenschaften verlangen geradezu nach einer Verwertung als Energieträger oder als nachwachsender Rohstoff für die Verwendung als Mulchmaterial oder Tiereinstreu. Sicher werden sich aber in naher Zukunft noch weitere Verwendungsmöglichkeiten ergeben!

Miscanthus x gigantheus stammt ursprünglich aus Japan und wurde in den dreißiger Jahren nach Europa eingeführt. Es ist ein sogenannter „triploider Hybrid“ der Ausgangspflanzen Micanthus sacchariflorus und des Chinaschilfes und vereint auf natürlich geniale Weise die Eigenschaften beider Pflanzen.

Hervorzuheben ist die außerordentlich günstige Kohlendioxidbilanz von Miscanthus: Im Gegensatz zum CO2-neutralen Holz brilliert Miscanthus x gigantheus mit einem CO2-Minderungspotential von 10-30 to pro Hektar und Jahr!

An seinen Standort stellt das Riesen-Chinaschilf ganz ähnliche Ansprüche wie der Mais. Die mittlere Temperatur sollte dabei nicht unter +8°C liegen. Die Pflanze wirkt Bodenerosion entgegen und sorgt durch das herabfallende Blattwerk selbst für die notwendige Düngung und auch den Pflanzenschutz – und erübrigt dadurch natürlich den Einsatz von Kunstdünger und Pflanzenschutzmitteln!

Da es sich um eine sogenannte Dauerkultur handelt und Miscanthus jedes Jahr neu austreibt (ohne Neupflanzung), ist keine Abholzung der Wälder nötig.